Nortorf blüht auf

Unser Antrag, an dem Landesprogramm „Schleswig-Holstein blüht auf“ teilzunehmen und auf öffentlichen Flächen der Stadt Nortorf Bienenweiden anzulegen, ist in der letzten Stadtverordnetenversammlung im August angenommen worden. (s. Antrag und Protokoll)

Von den bei einer Begehung mit dem Vertreter des DVL (Deutscher Verband für Landschaftspflege) als geeignet erachteten Flächen sind die Flächen 5 (Johannisstraße) und 7 (Sportheim) nach weiterer Prüfung herausgefallen. Die Fläche 3 (Stadtpark) wird unter Regie des Imkervereins bereits dieses Jahr, die übrigen Flächen erst 2019 eingesät werden.

Wir (und vor allem die Bienen) würden uns freuen, wenn Anwohner und Anwohnerinnen nahe der Bienenweiden auch in ihren Gärten als Ergänzung blütenreiche Flächen anlegen würden.

Antrag_Anlage_Bienenweiden

Protokoll_Anlage_Bienenweiden

ArtenreichesGruenland_Merkblatt_web

 

Anlage einer Obstbaumwiese

25.5.2015

Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen der Stadt Nortorf

Bereitstellung einer städtischen Fläche zur Anlage einer Obstbaumwiese
Der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt möge in öffentlicher Sitzung den folgenden Beschluss fassen:
Der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, einen Grundsatzbeschluss darüber zu fassen, dass eine städtische Fläche, vorrangig im Stadtpark, für die Anlage einer Obstbaumwiese zur Verfügung gestellt wird.

Begründung:
Die Idee des „Urban Gardening“ breitet sich in immer mehr Städten aus und wird dort umgesetzt. In Nortorf gibt es seit Kurzem einen „offenen, interkulturellen Garten“ hinter der von dem Freundeskreis der Flüchtlinge betreuten Kleiderkammer, der nicht nur den Flüchtlingen zur Verfügung steht . Dort kann Gemüse angebaut werden, für größere Obstbäume ist jedoch kein ausreichender Platz.
Für die Anlage einer Obstbaumwiese sprechen mehrere Punkte:
Die angedachte Obstbaumwiese im Stadtpark soll eine Ergänzung zum „offenen, interkulturellen Garten“ sein, den Flüchtlingen und anderen in Nortorf lebenden Menschen ohne eigenen Garten die Möglichkeit eröffnen, Obst selbst zu ernten und zu verwerten.
Kindergärten und Schulen könnten einbezogen und ihnen die Möglichkeit eröffnet werden, mit den Kindern aus dem Obst Saft, Apfelmus usw. herzustellen (Motto: Woher und wie kommt der Saft in die Flasche?).
Streuobstwiesen sind wichtige Lebensräume für alle Arten von Kleintieren wie Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse, Insekten und viele andere mehr sowie Lebensraum für viele Pflanzen. Der Blütenreichtum von Bäumen, Kräutern und Gräsern dient als Nahrungsquelle für Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Bienen. Somit könnte mit der Anlage einer Obstbaumwiese auch in Nortorf ein kleiner Beitrag gegen das Bienensterben geleistet werden.

Angelika Bretschneider
(Fraktionsvorsitzende)